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Tag: dänisch

Von schwulen Türen und bösen Stieren

Immer wenn mir ein Dänisches Wort nicht einfällt (oder ich es einfach nicht kenne), nehme ich das Deutsche und spreche es Dänisch aus. Funktioniert fast immer. Allerdings hab ich jetzt von einem Satz erfahren, der bei Dänen im Deutschunterricht für allgemeine Erheiterung sorgt:

Ich bin böse und knalle mit der Tür.

Der Durchschnittsdäne versteht das. Allerdings etwas anders. Für jenen welchen klingt das nämlich als würde folgendes gesagt:

Ich bin schwul und bumse mit dem Stier.

Also aufpassen! 😀

Die Sprache der Wikinger

Nächsten Dienstag habe ich mein finales Dänisch Examen (das schriftliche zumindest, mündlich folgt ein paar Wochen später). Da werde ich, bzw. mein Dänisch mit Schulnoten bewertet und ich bekomme eine Urkunde ausgestellt.

Mir fallen immer mal wieder Wörter auf, die einem Deutschen merkwürdig vorkommen. Also mir zumindest. Ich möchte hier mal ein paar Beispiele nennen…

  • Seddel, dem deutschen Zettel nicht unähnlich, wird hier meist für Geldschein gebraucht.
  • Cowboybukser sind Jeans, aber ich glaube das hab ich schonmal hier erwähnt…
  • Klunker sind nicht etwa fette Diamanten, sondern Klöten, Eier oder Nüsse
  • Ledig wird selten auf den Familienstand bezogen, sondern heißt generell frei und steht etwa an Parkhäusern.
  • Bejer, das gesprochen wird wie Bayer, ist ein anderes Wort für Bier. Ein Håndbejer ist eine Flasche Bier.
  • Lekker beschreibt selten etwas Essbares sondern meist gutaussehende Menschen.
  • Sommerfugl, das fast klingt wie Sommer-Vogel und genau das auch wörtlich übersetzt heißt, ist ein Schmetterling.

Davon gab’s noch ein paar Beispiele mehr, die sind mir allerdings grad entfallen. Ich reiche nach. Versprochen.

Dänische Laute

Mein italienischer Freund Luca hat ein neues Video gemacht. Letztes Jahr gings um die Ähnlichkeit dänischer Wörter und wie schwierig diese auszusprechen sind. Diesmal geht’s um Laute, die Dänen so von sich geben. Das will ich natürlich niemandem vorenthalten…

Übrigens soll ich viele Grüße vom „stolzen Spaghettifresser“ (O-Ton, der Macher) bestellen.

Polizei sprengt Studentenparty

Am Freitag war ich auf einer Studentenparty in einem der Wohnheime hier. Hauptsächlich Internationale Studenten wohnen da. Wir sind erst recht spat da aufgeschlagen, die Party selber schien wie die meisten Studentenpartys: Du kennst viele, alle sind schon recht voll, schlechte aber laute Musik und billige Getränke (rein alkoholisch natürlich, Cola verkaufen die da typischer weise nicht – ich bring mir meine Flasche immer mit).

Die richtige Party-Crew kam kurz nach uns. Mit Stöpseln in den Ohren und in Autos mit Blinklicht auf dem Dach. Die Polizei. Und ein Kameramann vom dänischen Fernsehen TV2. Die wollten dann die Party auflösen. Nun ist die klassisch dänische Reaktion auf Polizisten, die sagen dass Du verschwinden sollst, dass Du verschwindest. Italiener, Spanier, Mexikaner, etc. reagieren da dezent anders. Das wiederrum hat die Polizisten verwirrt. Und die wurden aggressiv. Nicht körperlich, eben nur aggressiv.

Plötzlich stand ein Polizist vor mir und schrie mich auf Dänisch an. Klar, besonders vor den ganzen Südländern wirke ich wie ein Däne. Aber natürlich habe ich kein Wort verstanden. Also habe ich sehr ruhig und im saubersten Englisch gesagt, dass ich ihn nicht verstünde und ob er nicht vielleicht bitte Englisch reden könne. Daraufhin hat der mich lauter und schneller und wortreicher angeschrien, aber eben immer noch dänisch. Ich wurde ruhiger und habe meinen Satz immer wieder wiederholt. Irgendwann scheint er es kapiert zu haben und brüllte nur noch: „Go out!“
Bin ich dann.

Der Grund war übrigens keine Lärmbelästigung, sondern die Tatsache, dass das ganze unangemeldet war. Quasi eine Illegale Disko. Oh, und die denken, dass wir da eingebrochen sind. Hier der Zeitungsbericht (automatische Übersetzung). Konsequenzen hat’s vielleicht für die Organisatoren, keine Ahnung. Der Rest ist einfach nach Hause oder woanders hingegangen.

Nachtrag
Der Kameramann hat einen kleinen Bericht fertig gemacht. Den hier.
Ich bin bei Cops! 😀

Mit scharf?!

Mein Dänisch ist nicht gut. Ich praktiziere das auch nur da, wo ich mir sicher bin. Beim Türken ums Eck, zum Beispiel. Der kann eh kaum Englisch. Und weil ich sowieso immer das gleiche nehme (Dürüm med Kylling – So’ne Art Türkische Pizza mit Hühnchenfleisch) funktioniert unsere Kommunikation einwandfrei.

Gestern allerdings stand einer hinter der Theke, den hab ich noch nie gesehen. Ich sag ihm also was ich will und was macht der? Stellt eine Frage. Natürlich auf Dänisch und natürlich hab ich kein Wort verstanden. Das ganze auf Englisch aufzurollen, war mir zu kompliziert. Also hab ich blitzschnell überlegt was der gesagt haben könnte. Typischerweise fragen die dann ja manchmal ob ich’s vor Ort essen möchte. Dementsprechend habe ich geantwortet: „Jaja, zum mitnehmen.“

Ich kam mir recht souverän vor. Eigentlich. Er guckte mich deutlich irritiert eine Sekunde an, hat sich dann aber weggedreht. Das kam mir dann allerdings komisch vor.

Später, beim essen, konnte ich mir dann vorstellen, was der gefragt hat. Die typische Frage in einem türkischen Schnellrestaurant vermutlich: Mit scharf?!
Und ich antworte „Jaja, zum mitnehmen“. Da hätte ich auch doof geguckt. Und scharf gemacht. Aber ordentlich. Hat er auch. Und zwar tüchtig…

Possessivpronomen

Kürzlich hatte ich meinen zweiten Dänischtest. Bestanden. In einer der 5 schriftlichen Aufgaben hab ich nicht die volle Punktzahl erreicht (*protz*). Zusätzlich mussten wir ein bisschen über uns erzählen und eine eMail schreiben. Auf der Ergebnisbescheinigung stand dann noch, ich hätte Probleme mit den Possessivpronomen. Unsere Lehrerin sagte, dass das tolles Feedback sei, denn jetzt wüsste ich ja, was ich üben könnte/sollte/müsste.

Ich hab mich nicht getraut sie zu Fragen was Possessivpronomen eigentlich sind, denn anscheinend sollte ich das wissen. Später beim Basketball hat sich unser Sprachgenie Luigi kaputt gelacht und mir immer zugerufen “das ist DEIN Mann“, “schieß auf DEREN Korb” oder “das war UNSER Ball“. Soso, inzwischen weiß ich, dass Possessivpronomen besitzanzeigende Fürwörter sind. Im dänischen dann dig, din, dit und der gleichen mehr.

Damit hab ich tatsächlich so meine Probleme. Ich verwechsle sogar meist er (han) und sie (hun). Weiß ich ja jetzt, was ich üben kann/soll/muss. Und ihr kennt jetzt mein Kryptonit.

Kartoffel in den Hals

Ich kenne recht viele Internationale hier mit einer dänischen Freundin. Muss ja mal gesagt werden: Die Däninnen sind auch ziemlich hübsch. Jedenfalls hat einer von denen, Italiener, so seine Probleme mit der dänischen Sprache. Wie wir alle. Aber Pastafari heulen ja gern rum und darum hat der mal ein Experiment gemacht. Er ist in einer Kneipe mit einer Kamera rumgelaufen und hat verschiedenste Internationale Menschen gefragt, ob sie nicht diese 4+3 Wörter vorlesen könnten:

  • Søn (Sohn)
  • Sund (gesund)
  • Synd (Sünde)
  • Sunde [sig] ([sich] fassen)
  • Hedder (heißen)
  • Hader (hassen)
  • Havde (hatte)

Pfiffiger weise hat er einiges sogar im Querformat gefilmt. Als erstes und als letztes sind übrigens echte Dänen im Bild.

Wieauchimmer, er nennt seinen Versuch: „Wieviele heiße Kartoffeln muss man sich in den Rachen schieben um dänisch zu klingen“