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Tag: reise

Arsenal und ich

Zu einer Zeit, in der ich mich für Fußball noch nicht so richtig interessierte, begann ich den Arsenal FC toll zu finden, weil Jens Lehmann da spielte und der ja nunmal, seien wir ehrlich, eine coole Sau ist. Viel später erst lernte ich Details zu Wengers Konzeptfußball und, dass Arsenal den schönsten Fußball auf der Insel spielt. Seit ich in Dänemark bin, gucke ich mehr und mehr Premier League. Nicht zwingend weil diese das Nonplusultra der Fußballigen ist (obwohl dem ja so ist), sondern weil die hier schlicht und ergreifend nicht viel anderes zeigen. Da blieb ich einfach bei Arsenal. Die Manchester und Liverpool Anhänger gingen mir eh ein bisschen auf die Nerven.

Wie Nick Hornby es ausdrücken würde: Arsenal hat sich entschieden mich als Fan zu haben, nicht umgekehrt.

Warschau, Euro2012

Vor einer Woche habe ich drei Freunde aus Chile, Griechenland und Mexiko eingepackt und mich auf den Weg nach Warschau gemacht. Ich war noch nie in Polen und wollte das EM Halbfinale, bei dem durch einen glücklichen Zufall sogar die Deutschen spielen sollten, zum Anlass nehmen, mir die Hauptstadt mal genauer anzusehen.

Wir haben uns alles ein bisschen angesehen und kann sagen, dass Warschau wirklich hübsch ist und so einiges zu bieten hat. Ohne auf Details eingehen zu wollen, haben wir beispielsweise ein beeindruckendes Museum zum Warschauer Aufstand besucht. Außerdem hab ich gelernt, dass Kopernikus, Chopin und Marie Curie aus Polen sind. Beziehungsweise waren. Hätte die alle woanders eingeordnet…

Schlittenspaß

Bei all meinem Rumgeheule, über meine Flugreisen im Dezember, habe ich ganz vergessen zu erzählen, dass ich zu Weihnachten und danach nämlich eigentlich eine tolle Zeit mit der Familie hatte. Mit allen und auf verschiedenen „Hochzeiten“. Also, es hat keiner geheiratet, aber Ihr versteht schon…
Die Höhepunkte für mich sind allerdings zweifelsohne die Schlittenfahrten mit meinem Neffen und dessen Eltern. Ist lange her, dass ich so viel Spaß im Schnee hatte. Und weil ich sowas ja immer Medial festhalten muss, lass ich Euch ein bisschen teilhaben…

Den Jahreswechsel habe ich dann mit einem Rudel Internationaler Menschen in München gefeiert. Zehn Leute aus zehn Nationen (Chile, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Litauen, Mexiko, die Niederlande, Polen, Portugal und Serbien), inklusive Hofbräuhaus und Abstecher nach Salzburg.

Auf dem Rückweg hab ich halt in Jena (Schiller überall) und Hamburg Halt gemacht.
Lustig war’s. Fotos von alledem gibt’s dann noch hier.

Weihnachtsodyssee

Ich hatte ja mit einem Schneesturm gerechnet, allerdings weiter nördlich. Letzlich fegte der Schnee durch Norddeutschland statt durch Norddänemark. Die Auswirkungen auf meinen Reiseweg waren allerdings grob die gleichen…

Extra früh bin ich zum Flughafen hier in Aalborg, damit mein Gepäck auch mit kommt. Obwohl ich als Notreserve einen Satz Unterwäsche und Ladekabel für meine Telefone im Handgepäck hatte. Das Flugzeug hatte dann dennoch zwei Stunden Verspätung. Beim Einsteigen ins Flugzeug hab ich meinen Koffer allerdings sehen können. Er wurde kurze Zeit später verladen.

In Kopenhagen bin ich dann natürlich auch zu spät gelandet. Und zwar genau zu der Zeit, zu der meine Anschlussmaschine hätte abheben sollen, 21:05. Die Stewardess meinte, ich solle mir keine großen Sorgen machen, der Flug sei sicher auch verspätet, dennoch war mir unwohl.
Das klärte sich vor der Anzeigetafel allerdings schnell. Neben einer Abflugzeit, die sich alle 20 Minuten änderte, stand da nämlich auch: „Wait for Info“

Um Mitternacht durften wir dann schließlich ins Flugzeug. Der Pilot empfing uns mit den Worten, dass wir eine Ausnahmegenehmigung hätten und in Düsseldorf trotz Nachtlandeverbot landen dürfen, er würde sich auch beeilen und wir flögen nur 55 Minuten. Zuvor müssen wir allerdings noch schnell zum Enteisen.
Dieses Enteisen ist ein normaler Prozess, der an jedem Flughafen der Welt bei entsprechender Witterung durchgeführt wird. Eis oder Schnee auf Tragflächen oder sonstwo beeinträchtigt die Flugeigenschaften zu stark. Dauerte dann auch nur eine Dreiviertelstunde.

Während des Flugs meldete sich der Pilot dann nochmal und erklärte, dass es sich bei der Ausnahmegenehmigung um eine Fehlinformation handelte und wir jetzt Richtung Köln unterwegs seien. Etwas später meldete sich der gute erneut zu Wort und vermeldete, dass der Flughafen Köln/Bonn gerade geschlossen wurde und wir jetzt so lange achten fliegen, bis die dort unten die Landebahn frei geräumt haben. Das dauerte auch nichtmal eine Stunde.
Als gute Nachricht verkündete er aber auch noch, dass es Shuttlebusse zum Düsseldorfer Flughafen gäbe.

Um drei Uhr am Morgen des Heiligen Abends sind wir dann gelandet. Und während wir so an dem Gepäckband stehen und auf die Koffer warten, gab es eine Durchsage: „Anscheinend wurde ihnen gesagt, dass es Shuttlebusse gäbe. Dem ist nicht so. Der Nahverkehr befindet sich allerdings direkt nebenan.“
Und dann kamen die Koffer. Recht viele. Sogar deutlich mehr als Leute warteten. Nur meiner nicht…
Die S-Bahn von Köln nach Düsseldorf brauchte nur gut eine Stunde. Dafür war das recht unterhaltsam, da sass ich nämlich mit einer weiteren Exildänin und dreien aus Schweden, alle aus dem gleichen Flugzeug. In Düsseldorf sollte ich kurz umsteigen. Inzwischen war es 6 Uhr und mein Zug stand sogar da, allerdings mit verschlossenen Türen und ohne Licht. Etwa 20 Minuten nachdem der Zug hätte abfahren sollen, gab es eine Durchsage, dass die Abfahrt sich um 10-15 Minuten verzögere, da das Boardpersonal nicht da wäre. Weitere 20 Minuten später bin ich dann in einen anderen Zug gestiegen, der mich zu meinem Ziel bringen sollte. Langsamer, aber immerhin fuhr der.

Um kurz vor acht, konnte mich dann mein Vater am Bahnhof in Wanne-Eickel endlich in Empfang nehmen, statt um 23:30 am Vorabend. Er hatte eine Schneeschaufel im Kofferraum, die Verhältnisse waren ziemlich extrem.
Lang schlafen konnte ich ja trotzdem nicht. Die Läden schließen um 13 Uhr und weil mein Koffer nicht da war, musste ich mich ja durch den Schnee kämpfen. Ein paar Sätze Unterwäsche kaufen, sowie ein paar Hemden, so dass ich Weihnachten nicht komplett in meinen ausgebeulten Reiseklamotten verbringen musste. Natürlich waren auch noch Geschenke in dem Koffer, aber davon musste ich mich erstmal verabschieden.

Das Gepäck kam dann mit kaum merkbaren fünf Tagen Verspätung an. Meine Neffen hat’s gefreut, Weihnachten nach Weihnachten. Mir persönlich ist für’s erste die Lust am Fliegen vergangen…

Auf Nord-Süd-Achse

Ein kleiner Reisebericht…

Freitag, 6. November:
– Abreise, Aalborg
– Fußballspiel in Hamburg: St. Pauli – Fortuna Düsseldorf

Samstag, 7. November:
– Abreise Hamburg
– Zwischenstopp Gelsenkirchen
– Fußballspiel in München: Bayern München – Schalke 04

Sonntag, 8. November:
– Rückfahrt ins Ruhrgebiet
– Heimaturlaub beginnt (2 Tage)

Zusätzlich: Fotos