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Tag: sport

Der maltesische Handballnationalspieler

Kurz vorweg: Gestern hat sich auf dem Parkplatz vor meinem Fenster, hinter einem Auto ein älterer Herr eine andere Hose angezogen. Er stand unten ohne mitten in der Gegend rum. Einfach so. Am helllichten Tag. Die spinnen die Dänen…

Aber zu meinem eigentlichen Thema. Ich habe mich Gestern mit einem waschechten Nationalspieler unterhalten. Handball. Aus Malta. Als er nach Aalborg gekommen ist, hat er nach einem Verein gesucht, weil er weiter spielen wollte. Am Telefon hat sich dann der Trainer eines Teams fast überschlagen und wollte, dass Gilbert (so heißt das maltesische Ausnahmetalent) am besten sofort vorbei käme. Erstes Team natürlich.

Nun hat Malta ein paar Einwohner mehr als Bochum auf einem Gebiet, das ungefähr dem von München entspricht. Und Handball ist da im Süden auch nicht wirklich Volkssport. Gilbert meint, dass er sehr begeistert ist, am Ligabetrieb in Dänemark teilzunehmen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welten. Hier seien es mehr als nur 4 Teams in der Liga. Außerdem gäbe es hier richtige Auswärtsfahrten, die Spiele finden nicht alle in der gleichen Halle statt.
Bei 52 Handballspielern in Malta ist es dann eben auch nicht allzu unwahrscheinlich mal in den 14er Kader der Nationalmannschaft berufen zu werden.

All das hat er dem Trainer natürlich nicht erzählt. Dieser hat den Malteser auch nach dem ersten Training in die 3. Mannschaft gesteckt. Da waren alle beteiligten froh drüber.

Sport in der Uni

In unserer Abteilung gibt es einen, der ist für das Geld zuständig. Generell gilt der als sparsam. Im letzten Jahr war der in Australien und sein Stellvertreter hat einfach mal einen fetten Bildschirm mit Wii gekauft.
Gestern gab’s ein neues Sportspiel (diesmal von dem Original-Zuständigem). Das muss natürlich kräftig ausprobiert werden.

Auf dem Bild seht ihr mich beim Bogenschiessen. Der Schuss ging ins Bullseye. Der einzige, ich hab verloren…
Hinterher haben wir Golf gespielt. Zu dritt. Sehr amüsant, das.

Vi elsker AaB!

Gruppenbild
Gruppenbild
Grandios. Ein großartiges Spiel. Aalborg hat 10 Minuten druck gemacht, dass die Spanier gar nicht mehr wussten, wo der Frosch die Locken hat, und ist dann 35 Minuten zu früh in die Pause gegangen. Zumindest Mental. Ein glücklicher Torhüter und eine recht stabile Abwehr (mit Libero) haben ein Unentschieden zur Halbzeit gehalten. Nach dem Seitewechsel haben die Dänen dann wieder Fussball gespielt, der Torwart blieb glücklich und zum Schluss hätte der gegnerische Torhüter eigentlich noch vom Platz fliegen müssen.

Security
Security
Hinterher stand 3:0 auf der Anzeigetafel und das Stadion Kopf.
Grandios!
Im 8telfinale geht’s vermutlich gegen Manchester City. Ich hab die Nummer von dem Hotel noch… 😉

Vor'm Elfmeter
Vor'm Elfmeter
Jedenfalls war’s nicht ganz so kalt, wie erwartet. Ich war aber auch gut eingepackt und mit meinen Schneestiefeln vermutlich der einzige im Stadion ohne kalte Füße. Dafür war’s hinterher in der Kneipe auch ungewohnt warm. Verrückt.

Übrigens lief Bandenwerbung für die Aalborg Universität, meinen Arbeitgeber. Learning can seariously affect your Brain. Lernen kann ernsthafte Auswirkungen auf Ihr Hirn haben. Wieso sagen die sowas eigentlich immer erst hinterher?!

Vereinsmeierei mit Zonenverteidigung

Heute war ich bei meinem dritten Training. Ich bin nämlich jetzt in einem Basketballverein. Aalborg Baskets. Oder so. Die 5. Mannschaft, in der ich mindestens im jüngsten Drittel liege. Fast keine Dänen dabei, aber alle schon ewig in DK, so dass Trainingssprache eigentlich schon Dänisch ist. Bis ich mit einem Kollegen ankam. Der Trainer hat direkt auf deutsch mit mir gesprochen. Fließend. Sowas finde ich ja immer toll. Mein Kollege, Chilene, versteht kein Deutsch. Merkwürdig eigentlich. Also wiederholt der Trainer das alles immer noch auf Englisch. Also erst dänisch, dann deutsch und zuletzt englisch. Ich hab ihm dann verraten, dass ich englisch auch verstehe, er kann sich also einen Schritt sparen.

Am Anfang hat er mich auch gefragt ob ich schon mal gespielt hätte. Ja, früher recht viel.
Er: Oh, zum Glück, wir brauchen dringend erfahrene Leute. Die meisten hier haben nur Streetball gespielt und keine wirkliche Erfahrung im Basketball, 5 gegen 5.
Ich: Naja, äh, also… ich auch.
Wir waren die Triebtäter. Okay, das war ja nur bei einem Streetballtournier. Und das hab ich auch besser nicht gesagt.

Auf der Suche nach Basketballschuhen bin ich dann durch 6 Sportläden (!) getingelt. Der letzte hatte sogar ganze zwei Paar da. Davon immerhin eins in meiner Größe. Glücklicherweise das günstigere.

Jedenfalls bin ich jetzt so richtig im Verein. Morgen darf ich kr600 (80€) für einen Halbjahresbeitrag bezahlen. Dabei stand ich grade schon kurz vor dem aus. Wir reden hier von einer wirklich ernsthaften Verletzung. Die Sportinvalidität stand mir schon ins Gesicht geschrieben. Mir ist die Spitze meines Daumennagels umgeknickt. Aber Müller-Wohlfahrt meint, ich komm durch.

Olympisches Bowling

Ich hab vor etlichen Jahren mal eine Dauerkarte fürs Bowling gehabt. Das war in irgendwelchen Sommerferien und ich bin fast jeden 2. Tag mit meinem Cousin (der Elfmeterkiller) per Fahrrad ins wunderschöne Recklinghausen-Süd gefahren und wir haben gebowlt. Die Punktzahlen damals waren sehr gestreut, aber ich kann mich an gelegentliche 160er Ergebnisse erinnern.
Das ist lange her, aber das war auch sehr intensiv. Seit dem bin ich jedenfalls kein großer Freund des Bowlingsports mehr.

Letzte Woche wurde ich dann gefragt, ob ich mit zum Bowling komme. Nicht sonderlich begeistert, aber natürlich war ich dabei. Mir geht’s dann eben eher um den sozialen Akt (formerly known as „Beisammensein“). Das Feld war bunt gemischt. Vertreten waren 2x Belgien, Brasilien, Deutschland, Portugal, Schweden und die USA.

Wer hat gewonnen? Ich. Muha. Aber vermutlich nur, weil keiner aus China dabei war. Die holen sich ja dies Jahr jedes Gold. Dafür schwöre ich, dass ich nur legale Aufputschmittel (Cola) und nichts leistungssteigerndes zu mir genommen hab.

Im ersten Spiel hatten der Ami (“Für Michael Phelps würde ich Schwul werden”) und ich eine kleine Wette: Wer schlechter ist als die zierliche Schwedin muss 5 Liegestütze auf der Bahn machen…