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Tag: video

Altpapier

Das Wort Junggesellenhaushalt beschreibt wohl ganz hübsch wie’s bei uns zuhause aussieht. Ein schönes Beispiel ist unsere Altpapiersammlung. Die haben wir nur unregelmäßig aufgelöst, dabei war der Kontainer direkt vor unserer Tür. War, denn als es mich das letyte Mal gepackt hat und ich mich mit einem riesen Stapel von Werbeprospekten die Treppen runtergekämpft habe, musste ich feststellen, dass man uns den Kontainer weggenommen hat.
Schweine!

Das war im Juni, glaube ich. Seitdem haben wir unsere Recyclingstrategie allerdings nicht geändert. Nein, so nämlich nicht mit uns. Wir haben munter weiter Papiermüll in unserem Flur gestapelt, in der Hoffnung, dass der Kontainer unseres Vertrauens eines schönen Tages wiederkehrt.

Inzwischen haben wir loslassen können und uns gedanklich von unserem Kontainer verabschiedet. Blieb noch das Altpapier. Und weil der Flur von Woche zu Woche immer schwieriger passierbar wurde, haben wir uns Sonntag endlich ein Herz gefasst und alles weggebracht.

Unglaubliche Geschichte, oder?
Hier, ich hab’s sogar Dokumentiert:

Roberto springt in den Fjord

Roberto kommt aus Mexiko. Roberto ist ein netter Kerl. Roberto glaubt an mich. Roberto hat gewettet, dass ich bis November mit meiner Doktorarbeit fertig bin. Roberto hat die Wette verloren. Roberto musste in den Fjord springen…

Roberto bekommt eine Karte zu Weihnachten. 🙂

Jovanotti, am Nabel der Welt

Anfang der 90er Jahre haben wir Kabelfernsehen bekommen. Wann immer möglich, habe ich dann MTV angemacht. Man muss sich das mal vorstellen, damals lief auf MTV noch größtenteils Musik! Es war in einer Zeit vor Viva, in der wir Europäer aber immerhin unseren eigenen Kanal bekommen haben: MTV Europe. In die stark Britisch orientierte Musikauswahl haben sich immer mal wieder das ein oder andere Lied aus dem Sendebereich auf dem Festland verirrt. So hab ich etwa die Héroes del Silencio aus Spanien oder Die Fantastischen Vier aus Deutschland zum ersten Mal gehört. Aber sowas war eher die Ausnahme, das meiste war Britisch oder Amerikanisch.

Ein weiterer Künstler, den ich damals kennengelernt habe, ist ein Italienischer Rapper: Jovanotti. Die beiden Lieder „Serenata Rap“ und „L’Ombelico Del Mondo“ haben sich in mein Hirn gebrannt. Damals war ich sofort Fan.
Viele Jahre später komme ich nach Dänemark, treffe viele Italiener und als wir uns mal über Musik unterhielten, konnte ich sogar immer noch die eine Zeile zitieren: Affacciati alla finestra amore mio!
Direkt haben wir verabredet, dass sobald er wieder auf Tour kommt, gehen wir da hin. Nun, das war letztes Wochenende. Und wir in Mantova, zwei Stunden von Mailand entfernt Richtung Nordosten.

Jovanotti hat anscheinend eine lange Karriere hingelegt, mit einigen parallelen zu den Fantas in Deutschland. Sogar der Tanzstil ist dem von Smudo nicht unähnlich. Auch die Musik ist deutlich elektronischer geworden und manchmal singt er mehr als das er rappt.
Aber das hab ich eigentlich erst während des Konzerts rausgefunden. Zu Beginn kannte ich genau vier Stücke, wovon er zwei nichtmal gespielt hat. Und drei, die wir auf dem Weg in die Halle gehört haben, die CD haben wir erst kurz zuvor gekauft. “Ora”, ziemlich cool, wie ich finde. Größter Hit: “Tutto L’Amore Che Ho”. Dass ich vermutlich der einzige in der Halle war, der kein Italienisch sprach, versteht sich von selbst. Und trotzdem war das Konzert der Knaller.

Musik von Jovanotti hier zu verlinken ist aus vielerlei Gründen gar nicht so einfach. Darum verweise ich mal auf seinen YouTube Kanal und die offizielle Seite. Hoffentlich funktioniert irgendwas.

Natürlich sind wir aber nicht nur kurz zum Konzert und zurück. Wir haben eine Mini-3-Tage-Tour und gut 800km in einem Panda hingelegt, waren in Ispra, Bologna und Mantova. Haben ein paar Freunde endlich mal wieder getroffen, gut gegessen und die Sonne ein bisschen genossen. Das ganze Wochenende war grandios.

Die Fotos von dem ganzen Trip gibt’s hier. Und noch ein kurzes Video, wie gut ich im Stein auf einen anderen Stein werfen bin…

Dreijähriges Jubiläum

Heute vor drei Jahren bin ich nach Aalborg gezogen. Das Abenteuer begann. Inzwischen schreibe ich, wenn auch mit ein bisschen Verzögerung, jetzt erst an meiner Arbeit (bitte hier beliebigen Gutti-Witz denken). In der ganzen Zeit ist viel passiert und neben meiner wissenschaftlichen Ausbildung haben ich vor allen Dingen haufenweise Menschen kennengelernt aus allen möglichen Gegenden dieses Erdballs.
Darüber freue ich mich sehr und bin dankbar. Hier ein paar impressionen…

Abstiegskampf

Nach der fulminanten ChampionsLeague Saison 2008/2009 lief’s eher so mittel für den hiesigen Fussballverein. Natürlich chronisch Klamm, wurden die ganzen Einnahmen aus dem europäischen Wettbewerb auch noch in der Finanzkriese letztes Jahr verloren. Die sportliche Talfahrt beendet sowas nicht so richtig. Merkwürdige Transfers, den falschen Trainer aus finanziellen Gründen zu lange im Amt belassen… Der AaB Fan hat das Leiden gelernt. Pünktlich zum Jahresabschluss 2010 hat Aalborg BK auch noch eine 6-0 Klatsche in Odensee bekommen und überwintert am Tabellenende.

Die Rückrunde geht nächste Woche los und man gibt sich alle Mühe die zuletzt recht enttäuschten Fans wieder auf die eigene Seite zu bringen. Zusätzlich wurden sponsoren bemüht um drei neue Spieler zu engagieren (darunter ein Stürmer aus Mainz).

Mir ist der Verein irgendwie ans Herz gewachsen. Rumpelfußball hin oder her, ich drücke Däumchen, dass das gut geht und wir nicht absteigen.
Drückt mit! Vi elsker AaB, lalala lala laaaa!

Übersetzung:
Die haben gesagt, wir würden nie dänischer Meister.
Die haben gesagt, wir könnten nie Italiener aus dem Europapokal werfen.
Die haben gesagt, wir würden in Old Traffort nicht punkten.
Die sagen, wer als Tabellenletzter überwintert steigt ab.
Naja… die Leute reden so viel…
Mach mit bei der Aufholjagd!

Schlittenspaß

Bei all meinem Rumgeheule, über meine Flugreisen im Dezember, habe ich ganz vergessen zu erzählen, dass ich zu Weihnachten und danach nämlich eigentlich eine tolle Zeit mit der Familie hatte. Mit allen und auf verschiedenen „Hochzeiten“. Also, es hat keiner geheiratet, aber Ihr versteht schon…
Die Höhepunkte für mich sind allerdings zweifelsohne die Schlittenfahrten mit meinem Neffen und dessen Eltern. Ist lange her, dass ich so viel Spaß im Schnee hatte. Und weil ich sowas ja immer Medial festhalten muss, lass ich Euch ein bisschen teilhaben…

Den Jahreswechsel habe ich dann mit einem Rudel Internationaler Menschen in München gefeiert. Zehn Leute aus zehn Nationen (Chile, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Litauen, Mexiko, die Niederlande, Polen, Portugal und Serbien), inklusive Hofbräuhaus und Abstecher nach Salzburg.

Auf dem Rückweg hab ich halt in Jena (Schiller überall) und Hamburg Halt gemacht.
Lustig war’s. Fotos von alledem gibt’s dann noch hier.

Windows Phone 7 – Ein Erfahrungsbericht

Weil ich viel darauf angesprochen wurde ein paar Details dazu zu schreiben, möchte ich hier nun mal meine Erfahrungen der ersten drei Tage mit meinem Windows Phone 7, dem Samsung Omnia 7, beschreiben.

Wenn Du, lieber Leser, mit einem solchen Fachidioten-Thema nichts anfangen kannst, nimm’s mir nicht krumm und komm wieder. Ich verspreche, dass sowas nicht zur Regel wird. Wenn du gar nicht wirklich weißt worum’s eigentlich geht, guck Dir dieses Video an. Das ist eine kleine Tour durch die Hauptfunktionen.

Um die klassischsten aller Fragen direkt mal zu beantworten: Nein, ich habe noch keinen Blue Screen gehabt und die drei Knöpfe sind nicht Control-Alt-Delete. Ganz im Gegenteil ist das System sogar ziemlich fix unterwegs. Alles läuft hübsch und flott. Das ganze wischen funktioniert echt gut und ist schön anzusehen. Nichts erscheint oder verschwindet einfach so, alles ist irgendwie animiert. Dabei aber so schnell und gradlinig, dass es nicht nervt, sondern ins System passt.

Das System, dass die wichtigsten Infos auf den ersten Blick zu sehen sind, geht voll auf. Bereits im Tastensperre-Bildschirm (oder wie nennt sich sowas?), bei dem es sich um ein Bild handelt, das nach oben weggeschoben werden muss um zurück ins System zu kommen, gibt es eine kurze Inhaltsangabe der Neuigkeiten. Verpasste Anrufe, neue SMS oder eMail werden nebst passendem Symbol angezeigt. Das gleiche dann im Hauptmenü, die Kachel, die mich zur jeweiligen Funktion führt verrät mir schon, ob’s da Neuigkeiten gibt.

Diese Kacheln sind zum Teil auch recht hübsch animiert und Kontakte und alles wird ständig mit Facebook und Outlook abgeglichen. Das System scheint recht lebendig und viel bunter als einfarbige Kacheln auf schwarzem Hintergrund sein könnten.

Der Marktplatz ist ein bisschen nervig. Es gibt ein paar Applikationen, die sind in Europa noch nicht erhältlich. Und überhaupt kann ich froh sein, dass ich mein Live-Konto damals in Deutschland mit dem Kauf meiner Xbox eingerichtet habe, denn in Dänemark ist der Marktplatz noch gar nicht freigeschaltet. Doch auch im Rest der Welt ist der noch nicht wirklich gut befüllt. Ist ja auch noch neu alles. Trotzdem ein bisschen blöd.
Die Sachen die’s da gibt sind aber zum Teil recht cool und funktionieren wunderbar. Ich hab sogar schon ein Spiel gekauft: Star Wars – Battle of Hoth. So’n TowerDefense Ding, ganz witzig und 3 Euro ist ja auch noch vertretbar. Schön ist, dass ich Erfolge sogar auf meiner ‘richtigen’ Xbox sehen kann.

Schreiben auf dem Touchscreen finde ich noch arg gewöhnungsbedürftig, aber das wird schon. Blöd ist, dass ich Nachrichten in drei verschiedenen Sprachen schreibe, das Telefon aber nur eine davon kann. Gelegentliche Verbesserungen sind also im Englischen toll und eine große Hilfe, im Deutschen/Dänischen aber dezent nervig.

Die Verbindung mit der Zune Software funktioniert toll. Ich kann definieren, was abgeglichen werden soll und das passiert dann automagisch. So bekomme ich ein paar Podcasts einfach auf’s Telefon. Wenn ich Fotos mit dem Telefon mache, werden die meiner Lokalen Bilderbibliothek zu gefügt. Außerdem hab ich eingestellt, dass Mobile Bilder immer direkt auf meinen Live Account hochgeladen werden sollen, ohne weitere Interaktion meinerseits. Hier!

Die Bilder sind nicht schlecht für Handyfotos finde ich. Der Bildschirm ist großartig (wie üblich bei Samsung). Der Akku hält unter Last (natürlich spiele ich recht viel damit rum) so einen Tag. Und die Tonqualität ist top.
Das Gerät selbst ist wunderbar schön flach. Allerdings mir auch eigentlich ein bisschen zu groß. Die iPhone Größe hätte ich lieber gehabt, aber irgendwas ist ja immer.

Das Kartenmaterial kommt natürlich nicht von Google, die Bing Maps sind aber auf gleichem Niveau. Jetzt weiß ich nicht, wie gut Google das Mobil so hin bekommt, aber ich kann mir mit der Kartenanwendung eine Route berechnen lassen und das System sagt mir immer was die nächsten Schritte sind. Quasi wie ein Navi nur ohne Sprache.

Sonst gibt’s gar nicht viel zu sagen. Mich stört ein bisschen, dass die Kalenderkachel immer nur den nächsten Termin anzeigt und nicht die nächsten drei. Der Internet Explorer ist nicht schlecht. Und die Übersetzerapplikation ist recht erheiternd.

Generell: Viel Eye-Candy und alles funktionier prima.
Kurz: Ich bin Fan!

Mein erstes Smart Phone: Windows Phone 7

Jetzt wo ich kein Smart Car mehr habe, habe ich endlich ein Smart Phone. Und zwar das neue Windows Phone 7 in einem hübschen Gerät von Samsung. Günstig ist der Spaß jetzt nicht so richtig, aber ist ja Weihnachten… *hüstel*
Ich jedenfalls habe meine helle Freude daran.

Um die Medien auf dem Telefon mit denen auf dem Computer zu synchronisieren, muss ein spezielles Programm installiert werden. In den USA gibt es einen Zune Player (Microsofts Antwort auf den iPod) der sich als eben auch in dem Telefon versteckt. Die sogenannte Zune Software ist eigentlich ganz schick und steht natürlich kostenlos für jederman zum Download bereit.
Ich bin Microsoft MediaPlayer Heavy-User durch das Media Center, leider ist die Integration mit der Zune Software nur mäßig. Damit kann man aber klar kommen. Jeder Nutzer hat ein Zune Profil mit dessen Hilfe unter Freunden Musik empfohlen oder verglichen werden kann.

Es gibt einen Marktplatz zum Musik, Filme oder Apps (also Spiele und andere Zusatzprogramme) kaufen. Das geht entweder über MS Points (Microsofts eigene kleine Währung) oder direkt über die Kreditkarte. An den Punkten ist ganz praktisch, dass es die Preise nicht fix sind und es die Dinger manchmal im Angebot gibt. Dieser Markplatz funktioniert übrigens auch über Zune.

Außerdem habe ich ein mobiles Office Paket (mit Word, Excel, PowerPoint & OneNote) und eine mobile Xbox im Gerät. Und den ganzen Schnickschnack den alle Geräte dieser Kategorie vermutlich auch haben. Zu meinem erstaunen lässt sich damit sogar telefonieren.

Synchronisation wird groß geschrieben in dem Gerät. Mit dem Computer oder direkt über’s Internet, bzw. die Cloud. Ich habe einen Account bei Windows Live, mit dem wird alles abgeglichen. Dateien kann ich direkt da speichern und mit allen meinen Computern synchronisieren. Dazu kommt die Facebook-Einbindung, die doch recht souverän wirkt, verzwirbelt mit meinem Adressbuch. Ich hab so etwa automagisch Fotos zu Kontakten, die ich auch bei Facebook habe.
Generell gibt Microsoft sich bei den ganzen Social-Services recht viel Mühe und bekommt das für meine Begriffe auch ziemlich gut hin. Ich kann alles verdrahten. Wenn ich will. Und einzelne Sachen auch für meine Freunde oder die breite Öffentlichkeit freigeben. Wenn ich will.

Ich weiß natürlich, dass MS damit mächtig Daten über mich sammelt und bin mir eventuellen Gefahren bewusst. Allerdings rechne ich dem Nutzen einen hohen Stellenwert zu und nehme die Nachteile in kauf. Ich halte mich durchaus für Medienkompetent. Außerdem… ob Microsoft die Daten jetzt hat oder Google, macht den Braten auch nicht mehr fett.

In einem sehr wertvollen Vergleich treten die aktuellen Systeme von Google, Apple und eben Windows hier gegeneinander an: Grill-Test
Ansonsten behauptet Microsoft, dass der andere Ansatz im vergleich zu sonstigen Geräten, nämlich die einfachere Übersicht, dem Benutzer hilft, nicht so viel Zeit mit seinem Telefon zu verbringen, sondern mehr Zeit mit seinem Leben. Das sehr amerikanische “Really?!” aus der Werbung (siehe unten) lässt sich am besten mit “Soll das Dein Ernst sein?!” übersetzen.

Übrigens: Nein, ich bekomme kein Geld dafür. Und der Beitrag hier ist auch bitte nicht als Werbung zu verstehen. Ich hab halt Spaß mit dem Ding. Mehr nicht.
Für Leute von Microsoft: Das Geld bitte, wie verabredet, an mein Schweizer Nummernkonto. Kennwort, wie immer, “Für sexuelle Gefälligkeiten”.

Knecht Ruprecht mit Flaschenöffner

J-dag ist immer der erste Freitag im November in Dänemark. Das ‘J’ steht für Julebryg, also Weihnachtsbräu. Tuborg bringt jedes Jahr ein Weihnachtsbier (Alkohol: 5,6% vol) auf den Markt. Das gibt es dann auch nur für einen begrenzenten Zeitraum. Weihnachten eben. Jetzt bin ich der denkbar falscheste darüber zu berichten, aber ich hab mir sagen lassen, dass es süßer sei.
Osterbier gibt es übrigens auch.

Am J-dag wird ab 20:59 Uhr das Weihnachtsbier dann verkauft. Und das wird natürlich ordentlich gefeiert, weil heiß erwartet. Diese Feier nennt sich auch Schneesturm (‘snestorm’) oder Schneefall (‘snefald’) und es ist wirklich sowas wie ein Feiertag. Der biertrinkende Teil Dänemarks (und das sind grob so viele wie im Deutschen Raum) freut sich auf diesen Moment. Kneipen und Restaurants bieten HappyHours und Sonderangebote.

So voll wie Gestern hab ich’s so früh noch nicht in der Stadt erlebt. Allerdings ist das nicht nur Tuborg zuzuschreiben. Auch die größte Marke im Niedrigpreissegment (ich glaube das sagt man zu Billigbier, oder?!) hat sich tüchtig reingehängt: Royal. Es gab außerdem einiges an Werbegeschenken. Nur die blaue Weihnachtsmannmütze von Tuborg haben wir nicht ergattern können. Dabei wollten wir die unbedingt. Mist.

Hier ein paar Eindrücke. Alles vor 23 Uhr aufgenommen übrigens…

Und weil ich gerade so schön in Stimmung bin, wünsche ich Euch allen eine schöne Weihnachtszeit. Auch, wenn erst Anfang November ist.

Würfelspiele

Der ungarische Ernő Rubik hat 1974 ein mechanisches 3D Geduldsspiel erfunden, das in Deutschland als Zauberwürfel bekannt ist (im englischen wird er Rubik’s Cube genannt). In den 80ern war das Ding Teil der Pop-Kultur. Weltweit sind inzwischen über 350 Millionen von den nervraubenden Teilen verkauft worden, genau vor einer Woche eins an mich.

Im Sommer hat der Freund einer ehemaligen Bandkollegin schwer beeindruckt, als er vor meinen Augen einen dieser Würfel in knapp über einer Minute löste. Bis dahin stand für mich eigentlich fest, dass die Dinger eigentlich unlösbar sind. Aber wenn der das so schnell kann, will ich das auch mal schaffen.

Kaum zwei Monate später hab ich mir dann einen Würfel gekauft. Ich hab beschlossen nicht selbst zu verzweifeln, sondern mich direkt an ein Genie zu wenden. Lang lebe das Internet, derartige professionelle Hilfe findet sich auf YouTube. Dan beschreibt eine Taktik, die aus einer Reihe von Algorithmen besteht. Richtig angewandt, sortieren diese die Farben auf dem Würfel.

Hab ich probiert. Und auf anhieb geschafft. Innerhalb von etwas weniger als zwei Stunden. Daraufhin hat mich er Ergeiz gepackt. Ich habe den Würfel immer und immer wieder gelöst. Im Bus gab’s ein paar komische Blicke, aber irgendwas ist ja immer. Mit der Zeit konnte ich einen Algorithmus nach dem anderen auswendig und wurde immer schneller.

Da ich weiß, dass mein Gedächtnis nicht das beste ist, und ich die Algorithmen wieder vergesse, sobald ich den Würfel mal eine Woche lang nicht in die Hand nehme, habe ich mich beim cubing gefilmt. So kann ich in Zukunft immer auf das Internet verweisen, und brauche mich im wahren Leben nicht blamieren. Jaja, ich bin ein helles Köpfchen.
Gefilmt wurde übrigens präzise eine Woche nachdem ich den Würfel zum ersten Mal in der Hand hatte. Zu sehen ist wie ich 6:22 Minuten für die Lösung brauche. Das ist kaum 54 mal so lange wie der aktuelle Weltrekord. Also ich würde mich spätestens jetzt ins Buch der coolen Leute aufnehmen…

Kartoffel in den Hals

Ich kenne recht viele Internationale hier mit einer dänischen Freundin. Muss ja mal gesagt werden: Die Däninnen sind auch ziemlich hübsch. Jedenfalls hat einer von denen, Italiener, so seine Probleme mit der dänischen Sprache. Wie wir alle. Aber Pastafari heulen ja gern rum und darum hat der mal ein Experiment gemacht. Er ist in einer Kneipe mit einer Kamera rumgelaufen und hat verschiedenste Internationale Menschen gefragt, ob sie nicht diese 4+3 Wörter vorlesen könnten:

  • Søn (Sohn)
  • Sund (gesund)
  • Synd (Sünde)
  • Sunde [sig] ([sich] fassen)
  • Hedder (heißen)
  • Hader (hassen)
  • Havde (hatte)

Pfiffiger weise hat er einiges sogar im Querformat gefilmt. Als erstes und als letztes sind übrigens echte Dänen im Bild.

Wieauchimmer, er nennt seinen Versuch: „Wieviele heiße Kartoffeln muss man sich in den Rachen schieben um dänisch zu klingen“