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Month: September 2008

Die Königsklasse

Als ich her gekommen bin und mir den hiesigen Rumpelfußball zum ersten Mal angesehen hab, dachte ich: Wenn das meine Leute in D sehen könnten. Können sie jetzt, so sie Bezahlfernsehen haben, WIR (der AaB) spielen nämlich in der ChampionsLeague.

Ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde inklusive Losglück und allem Zick und Zack (ich war bei beiden Qualifikationsspielen dabei) steht Aalborg jetzt in einer Gruppe mit ManU, Celtic und Villareal. Kaum zu fassen. Ich als Hobby-Schotte hab mich am meisten über Celtic gefreut, alle anderen hier drehen (nicht ganz unverständlich) auf Grund von ManU durch. An Tickets in dem 12.000 Leute Stadion ran zu kommen ist ohne Dauerkarte natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Da wird natürlich unsere Lieblings-Sports-Bar wieder reichlich frequentiert. Außer, wenn Manchester in Aalborg aufschlägt, denn da hab ich zum Glück ein Projektmeeting in München…

Gestern war das erste Spiel, in Glasgow. Ich war leicht hin und her gerissen, aber im Zweifel natürlich für Aalborg. Komisches Spiel, beknackter Schiri, keine Tore. Unentschieden, das muss man sich mal vorstellen.
Die ersten 20 Minuten war das noch dezent verhalten. Da wurde jede eigene Aktion wild bejubelt die nicht total schlecht war. Nach dem Spiel dann wurde hier gefeiert, wohlgemerkt in einer Bar mit Leinwand, als wären wir im Stadion und hätten grad die Champions League gewonnen.

Und es wurde wieder gesungen: We are the famous Aalborg and we’re gonna win the Champions League…
Zwei krasse Fehleinschätzungen in nur einem Satz. Unglaublich.
Aber: Schalke wird Meister. Da bin ich sicher.

Chromatisch

Als Diplom-Mädchen-Informatiker, passionierter Klugscheißer, Internetz- und Comic-Junkie habe ich das Gefühl, dass ich zu den aktuellen Vorfällen ein paar Worte verlieren müsste. Ich meine natürlich den Browser von Google: Chrome.
Google hat den großartigen Scott McCloud (der Mann hat u.a. Online Comics quasi erfunden) engagiert um einen Comic zu zeichnen, der die neueste Konkurrenz von IE, Firefox, Safari, Opera und anderen vorstellen soll.

Darin wird auf ein paar technische Details eingegangen, was das besondere an dem Ding ist und so. Das ganze großartig erklärt. Der Comic ist wirklich interessant und informativ, auch für Leute, die sich bisher noch nicht tiefer mit der Materie beschäftigt haben. Die Konzepte und verwirklichten Ideen (Sicherheit usw.) werden simpelst beschrieben und erläutert.
Auch wenn es natürlich Propaganda ist und bleibt: Leseempfehlung!

Die Kernkomponente, V8 genannt, die Virtuelle JavaScript Maschine, wird da entwickelt, wo alle klugen Menschen wohnen: In Dänemark.
ChromeComic In dem Comic gibt es Dänemark leider nicht. Genauso wie Belgien. Da sind eher die Deutschland-Dänemark-Luxemburg-Österreich-Slovenien-Belgien-Niederlande zu sehen. Naja, wer erwartet im Internet schon zuverlässige Daten. Ich werde das direkt mal bei Wikipedia aktualisieren…

Beeindruckt hat mich bei dem Browser das Gesamtkonzept. Da die ja bei Null angefangen haben, konnten die (und das erwähnen die auch ein oder zwei Mal in dem Comic) das Ding perfekt auf heutige Bedürfnisse (und natürlich auf die, die nach Google Ansicht da noch kommen werden) zuschneiden.
Als alter Qualitätssicherer fand ich das Testkonzept auch umwerfend. An der Stelle im Comic bin ich kurz aufgestanden und hab applaudiert. Die anderen im Bus haben zwar doof geguckt, aber mir doch egal.

Was aber kommt vorne raus? Die NeuerTabSeite ist cool. Die Adresszeile die auch sucht nicht sonderlich spektakulär. Und die Skalierung funktioniert eher nur so mittel. Fest steht, dass Chrome jede Menge nach Hause telefoniert. Was vielleicht nicht zwingend bedrohlich ist, aber vielleicht auch nicht zwingend super.
Ich bleibe erstmal bei meinem Opera. Der ist super und rund. So.

Prinzipiell ist der Unterschied zwischen Microsoft und Google hier übrigens mal wieder gar nicht so groß (vom Image mal abgesehen). Unter anderem setzten beide auf Standards. Auf die eigenen nämlich. Die von Google sind halt nur offen.

Jeg har ikke børn!

Am Mittwoch hat mein Dänischkurs angefangen. Eeeendlich. War ganz ulkig. Wir sitzen da bei Anne, und versuchen nachzuplappern was die so an die Tafel schreibt. Und da ist mir auch mal so richtig aufgefallen, welche Vorteile ich als Deutschsprachler da so habe. War so ziemlich der einzige der nicht nachfragen musste was „arbejder“ wohl bedeuten könnte. To work. Ach so.

Wir kamen schnell zu dem Satz: Hvad taler Du? (Welche Sprache sprichst Du?)
Und natürlich wollte jeder den Dänischen Ausdruck für seine Sprachen wissen. Da kam einiges zusammen: Englisch (der kleinste gemeinsame Teiler), Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Arabisch, Hindu, Chinesisch, Slowakisch, Tschechisch… und natürlich Deutsch.

Insgesamt haben wir die ersten Sätze für einen Smalltalk in den Kneipen der Stadt gelernt. Inklusive ich habe keine Kinder (Überschrift).
Also das wichtigste zuerst. 😀