Skip to content

Month: December 2008

Kartoffel in den Hals

Ich kenne recht viele Internationale hier mit einer dänischen Freundin. Muss ja mal gesagt werden: Die Däninnen sind auch ziemlich hübsch. Jedenfalls hat einer von denen, Italiener, so seine Probleme mit der dänischen Sprache. Wie wir alle. Aber Pastafari heulen ja gern rum und darum hat der mal ein Experiment gemacht. Er ist in einer Kneipe mit einer Kamera rumgelaufen und hat verschiedenste Internationale Menschen gefragt, ob sie nicht diese 4+3 Wörter vorlesen könnten:

  • Søn (Sohn)
  • Sund (gesund)
  • Synd (Sünde)
  • Sunde [sig] ([sich] fassen)
  • Hedder (heißen)
  • Hader (hassen)
  • Havde (hatte)

Pfiffiger weise hat er einiges sogar im Querformat gefilmt. Als erstes und als letztes sind übrigens echte Dänen im Bild.

Wieauchimmer, er nennt seinen Versuch: „Wieviele heiße Kartoffeln muss man sich in den Rachen schieben um dänisch zu klingen“

Julefrokost

Wörtlich übersetzt man das wohl mit Weihnachtsmittagessen. Prinzipiell ist es aber nichts anderes als eine Weihnachtsfeier. Und dänisch traditionell müsste es sowieso Weihnachtsbesäufnis genannt werden.
Ich hatte jedenfalls jetzt mein erstes Mal. Also, mein erstes Julefrokost.

Mit dem Basketballverein haben wir’s gemacht, letzten Samstag. Es gab traditionelles Dänisches Weihnachtsessen (also das eigentliche Julefrokost). Ein dänischer Kollege meinte vorher zu mir, das sei ekelhaft. War aber eigentlich ganz okay. Es gab 3 Gänge, anschließend Milchreis und Käse.

Gang 1: Hering mit einer Art Remoulade und Ei mit Kaviarersatz und Lachs und Brot.
Gang 2: Irgendein panierter Fisch (ich kenn schon die deutschen Namen von den Viechern nicht, da frag mal einer nach Dänisch oder Englisch…)
Gang 3: Rotkohl und Grünkohl (gesüßt) und Kartoffel (Karamellisiert) und Frikadellen und irgendwas vom Schwein. Das ich den Rotkohl pur gegessen habe, hat die beiden Dänen mir gegenüber zum lachen gebracht: „Das ist man immer mit ein Stück Fleisch oder Kartoffel zusammen, sonst schmeckt das doch nicht!“

Zwischendurch gab’s noch dieses Spiel, das vielleicht ein bisschen vergleichbar ist mit unserem Wichteln, nur viel cooler. Also, jeder bringt ein Päckchen mit (Absprache war: max. kr30/4€) und legt es in die Mitte des Tischs. Dann gehen zwei Würfelbecher rum, jeder würfelt, einer nach dem anderen. Wer eine 6 Würfelt, darf sich ein Päckchen aus der Mitte nehmen. Bis alle verteilt sind.
Dann stellt einer eine Zeit ein, die nur er/sie kennt. Irgendwas zwischen einer Minute und einer Stunde.
Und dann geht’s weiter. Wer eine 6 würfelt, bekommt ein Päckchen, besser: holt es sich. Dann darf nämlich geklaut werden. Bis die Zeit um ist. Dann werden die Päckchen aufgemacht.

Ist wirklich ziemlich lustig. Nach der ersten Runde hatte ich 3 Päckchen. Die wurden mir dann allerdings alle gestohlen. Hat richtig Spaß gemacht, das Geschenke klauen.
Empfehlung für alle: Nachmachen!