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Month: August 2009

Sport in der Uni

In unserer Abteilung gibt es einen, der ist für das Geld zuständig. Generell gilt der als sparsam. Im letzten Jahr war der in Australien und sein Stellvertreter hat einfach mal einen fetten Bildschirm mit Wii gekauft.
Gestern gab’s ein neues Sportspiel (diesmal von dem Original-Zuständigem). Das muss natürlich kräftig ausprobiert werden.

Auf dem Bild seht ihr mich beim Bogenschiessen. Der Schuss ging ins Bullseye. Der einzige, ich hab verloren…
Hinterher haben wir Golf gespielt. Zu dritt. Sehr amüsant, das.

Vorsicht, Schweinegrippe

Letzte Woche hab ich eine eMail bekommen. Und nicht nur ich, die komplette Uni stand im Verteiler. Darin stand auf Dänisch und Englisch sinngemäß, dass wir uns in Acht nehmen sollen. Körperkontakt sollte vermieden werden. Also Händeschütteln und Umarmungen. Man soll auch aufpassen, wenn die Temperatur über 38 Grad geht, es Atemwegsbeschwerden oder Gelenkschmerzen gibt.

Es wurde sogar ein Schild auf der Toilette aufgehängt. Mit Hygienetipps. Da steht, man solle sich immer mal wieder die Hände waschen und in die Ärmel schniefen und Husten. Also, wenn kein Taschentuch da ist. Und wer sich krank fühlt soll unbedingt zuhause bleiben. Bloß nicht raus gehen. Auch nicht zum Arzt, da nur anrufen.

Eine Freundin von mir arbeitet hier im Virenlabor. Die hat mir erzählt, dass gerade alle Ärzte Sonderschichten fahren. Es ist nämlich akut kalt geworden kürzlich. Und weil sich alle noch immer Sommerlich anziehen (ist ja August), gibt’s viele Erkältungen. Durch die Panikmache glauben aber alle sie hätten Schweinegrippe (H1N1, hab ich gelernt). Und die ganzen Tests kosten wohl ein vermögen.

Und im Endeffekt wird die normale Grippe diesen Winter wieder viel gefährlicher als das Schweinezeug. Naja, Händewaschen schad ja nix.

Nachtschicht

Gelegentlich kommt es vor, dass ich länger arbeiten muss als ich es gern täte. Aber so ist es eben, da nörgle ich auch gar nicht groß rum. Typischer Weise hole ich mir dann so gegen 7, 8 Uhr eine Pizza und gucke ein bis zwei Episoden irgendeiner Serie. Zur Ablenkung gewisser maßen. Läuft hinterher besser.

Zurzeit gucke ich die Big Bang Theory. Ist so eine Serie über ein paar Physiker, die seeehr starke Nerds sind. Ziemlich witzig.

Gestern war’s mal wieder so weit. Und wie ich so da sitze Pizza schmatzend und über die Fachidioten lachend, steht plötzlich jemand neben mir und sagt irgendwas. Nun ist es in Dänemark nicht üblich länger zu arbeiten. Die Dänen sind fleißig, aber auch pünktlich. Ab 5 bin ich eigentlich der einzige in diesem Gebäude (die meisten starten um 8). Abends rechne ich also nicht mit Menschen hier. Dementsprechend stark war der Schock über meinen plötzlichen Besucher…

War aber – natürlich – harmlos. Jeppe, ein studentischer Mitarbeiter darf in den Semesterferien mehr arbeiten als sonst und tut das auch. Ich hab ihn vorher noch nie gesehen, aber anscheinend war er einsam in seinem Büro (in einer komplett anderen Abteilung) und wurde von meinem lachen angelockt. Oder so. Jedenfalls kannte er die Serie auch und wir haben zusammen geguckt. Er ist genau so, wie man sich Informatiker vorstellt. Aber ganz nett. Wir gucken demnächst wieder.

La cuisine d’allemagne

„Hallo Karsten, ich sitze hier gerade in Regensburg in einem Restaurant und der Kellner kann kein Englisch. Kannst Du mir bitte die Speisekarte übersetzen?“
Am Telefon war ein französischer Kollege. Der hat dann versucht ein Gericht nach dem anderen auszusprechen (teilweise mit buchstabieren) und sich von mir erklären lassen, was das denn so ist.

Das ist gar nicht mal so leicht, es handelt sich hier ja doch schon um ein gewissen Fachjargon.

  • Matjesfilet nach Hausfrauenart?
    Ja, äh, Fisch.
  • Schweinemedaillions in Pfifferlinggeschnezeltem?
    Naja, Schwein mit Pilzen.
  • Sauerbraten?
    Also das ist Pferd. Meistens.Glaube ich.
  • Semmelknödel?
    Da wusste ich das englische Wort sogar, kannte er aber nicht. Und mit Schnitzel konnte er anscheinend auch nicht wirklich viel anfangen…

Und das nicht nur bei drei oder vier Gerichten, der wollte tatsächlich die ganze Karte übersetzt haben. Nach 20 Minuten hab ich protestiert. Aber da waren nur noch zwei übrig. Die haben wir dann auch noch geklärt. Anschließend kam von ihm: „Toll, Danke. Welches soll ich denn nehmen?“
Da hab ich aufgelegt…