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Month: November 2010

Windows Phone 7 – Ein Erfahrungsbericht

Weil ich viel darauf angesprochen wurde ein paar Details dazu zu schreiben, möchte ich hier nun mal meine Erfahrungen der ersten drei Tage mit meinem Windows Phone 7, dem Samsung Omnia 7, beschreiben.

Wenn Du, lieber Leser, mit einem solchen Fachidioten-Thema nichts anfangen kannst, nimm’s mir nicht krumm und komm wieder. Ich verspreche, dass sowas nicht zur Regel wird. Wenn du gar nicht wirklich weißt worum’s eigentlich geht, guck Dir dieses Video an. Das ist eine kleine Tour durch die Hauptfunktionen.

Um die klassischsten aller Fragen direkt mal zu beantworten: Nein, ich habe noch keinen Blue Screen gehabt und die drei Knöpfe sind nicht Control-Alt-Delete. Ganz im Gegenteil ist das System sogar ziemlich fix unterwegs. Alles läuft hübsch und flott. Das ganze wischen funktioniert echt gut und ist schön anzusehen. Nichts erscheint oder verschwindet einfach so, alles ist irgendwie animiert. Dabei aber so schnell und gradlinig, dass es nicht nervt, sondern ins System passt.

Das System, dass die wichtigsten Infos auf den ersten Blick zu sehen sind, geht voll auf. Bereits im Tastensperre-Bildschirm (oder wie nennt sich sowas?), bei dem es sich um ein Bild handelt, das nach oben weggeschoben werden muss um zurück ins System zu kommen, gibt es eine kurze Inhaltsangabe der Neuigkeiten. Verpasste Anrufe, neue SMS oder eMail werden nebst passendem Symbol angezeigt. Das gleiche dann im Hauptmenü, die Kachel, die mich zur jeweiligen Funktion führt verrät mir schon, ob’s da Neuigkeiten gibt.

Diese Kacheln sind zum Teil auch recht hübsch animiert und Kontakte und alles wird ständig mit Facebook und Outlook abgeglichen. Das System scheint recht lebendig und viel bunter als einfarbige Kacheln auf schwarzem Hintergrund sein könnten.

Der Marktplatz ist ein bisschen nervig. Es gibt ein paar Applikationen, die sind in Europa noch nicht erhältlich. Und überhaupt kann ich froh sein, dass ich mein Live-Konto damals in Deutschland mit dem Kauf meiner Xbox eingerichtet habe, denn in Dänemark ist der Marktplatz noch gar nicht freigeschaltet. Doch auch im Rest der Welt ist der noch nicht wirklich gut befüllt. Ist ja auch noch neu alles. Trotzdem ein bisschen blöd.
Die Sachen die’s da gibt sind aber zum Teil recht cool und funktionieren wunderbar. Ich hab sogar schon ein Spiel gekauft: Star Wars – Battle of Hoth. So’n TowerDefense Ding, ganz witzig und 3 Euro ist ja auch noch vertretbar. Schön ist, dass ich Erfolge sogar auf meiner ‘richtigen’ Xbox sehen kann.

Schreiben auf dem Touchscreen finde ich noch arg gewöhnungsbedürftig, aber das wird schon. Blöd ist, dass ich Nachrichten in drei verschiedenen Sprachen schreibe, das Telefon aber nur eine davon kann. Gelegentliche Verbesserungen sind also im Englischen toll und eine große Hilfe, im Deutschen/Dänischen aber dezent nervig.

Die Verbindung mit der Zune Software funktioniert toll. Ich kann definieren, was abgeglichen werden soll und das passiert dann automagisch. So bekomme ich ein paar Podcasts einfach auf’s Telefon. Wenn ich Fotos mit dem Telefon mache, werden die meiner Lokalen Bilderbibliothek zu gefügt. Außerdem hab ich eingestellt, dass Mobile Bilder immer direkt auf meinen Live Account hochgeladen werden sollen, ohne weitere Interaktion meinerseits. Hier!

Die Bilder sind nicht schlecht für Handyfotos finde ich. Der Bildschirm ist großartig (wie üblich bei Samsung). Der Akku hält unter Last (natürlich spiele ich recht viel damit rum) so einen Tag. Und die Tonqualität ist top.
Das Gerät selbst ist wunderbar schön flach. Allerdings mir auch eigentlich ein bisschen zu groß. Die iPhone Größe hätte ich lieber gehabt, aber irgendwas ist ja immer.

Das Kartenmaterial kommt natürlich nicht von Google, die Bing Maps sind aber auf gleichem Niveau. Jetzt weiß ich nicht, wie gut Google das Mobil so hin bekommt, aber ich kann mir mit der Kartenanwendung eine Route berechnen lassen und das System sagt mir immer was die nächsten Schritte sind. Quasi wie ein Navi nur ohne Sprache.

Sonst gibt’s gar nicht viel zu sagen. Mich stört ein bisschen, dass die Kalenderkachel immer nur den nächsten Termin anzeigt und nicht die nächsten drei. Der Internet Explorer ist nicht schlecht. Und die Übersetzerapplikation ist recht erheiternd.

Generell: Viel Eye-Candy und alles funktionier prima.
Kurz: Ich bin Fan!

Mein erstes Smart Phone: Windows Phone 7

Jetzt wo ich kein Smart Car mehr habe, habe ich endlich ein Smart Phone. Und zwar das neue Windows Phone 7 in einem hübschen Gerät von Samsung. Günstig ist der Spaß jetzt nicht so richtig, aber ist ja Weihnachten… *hüstel*
Ich jedenfalls habe meine helle Freude daran.

Um die Medien auf dem Telefon mit denen auf dem Computer zu synchronisieren, muss ein spezielles Programm installiert werden. In den USA gibt es einen Zune Player (Microsofts Antwort auf den iPod) der sich als eben auch in dem Telefon versteckt. Die sogenannte Zune Software ist eigentlich ganz schick und steht natürlich kostenlos für jederman zum Download bereit.
Ich bin Microsoft MediaPlayer Heavy-User durch das Media Center, leider ist die Integration mit der Zune Software nur mäßig. Damit kann man aber klar kommen. Jeder Nutzer hat ein Zune Profil mit dessen Hilfe unter Freunden Musik empfohlen oder verglichen werden kann.

Es gibt einen Marktplatz zum Musik, Filme oder Apps (also Spiele und andere Zusatzprogramme) kaufen. Das geht entweder über MS Points (Microsofts eigene kleine Währung) oder direkt über die Kreditkarte. An den Punkten ist ganz praktisch, dass es die Preise nicht fix sind und es die Dinger manchmal im Angebot gibt. Dieser Markplatz funktioniert übrigens auch über Zune.

Außerdem habe ich ein mobiles Office Paket (mit Word, Excel, PowerPoint & OneNote) und eine mobile Xbox im Gerät. Und den ganzen Schnickschnack den alle Geräte dieser Kategorie vermutlich auch haben. Zu meinem erstaunen lässt sich damit sogar telefonieren.

Synchronisation wird groß geschrieben in dem Gerät. Mit dem Computer oder direkt über’s Internet, bzw. die Cloud. Ich habe einen Account bei Windows Live, mit dem wird alles abgeglichen. Dateien kann ich direkt da speichern und mit allen meinen Computern synchronisieren. Dazu kommt die Facebook-Einbindung, die doch recht souverän wirkt, verzwirbelt mit meinem Adressbuch. Ich hab so etwa automagisch Fotos zu Kontakten, die ich auch bei Facebook habe.
Generell gibt Microsoft sich bei den ganzen Social-Services recht viel Mühe und bekommt das für meine Begriffe auch ziemlich gut hin. Ich kann alles verdrahten. Wenn ich will. Und einzelne Sachen auch für meine Freunde oder die breite Öffentlichkeit freigeben. Wenn ich will.

Ich weiß natürlich, dass MS damit mächtig Daten über mich sammelt und bin mir eventuellen Gefahren bewusst. Allerdings rechne ich dem Nutzen einen hohen Stellenwert zu und nehme die Nachteile in kauf. Ich halte mich durchaus für Medienkompetent. Außerdem… ob Microsoft die Daten jetzt hat oder Google, macht den Braten auch nicht mehr fett.

In einem sehr wertvollen Vergleich treten die aktuellen Systeme von Google, Apple und eben Windows hier gegeneinander an: Grill-Test
Ansonsten behauptet Microsoft, dass der andere Ansatz im vergleich zu sonstigen Geräten, nämlich die einfachere Übersicht, dem Benutzer hilft, nicht so viel Zeit mit seinem Telefon zu verbringen, sondern mehr Zeit mit seinem Leben. Das sehr amerikanische “Really?!” aus der Werbung (siehe unten) lässt sich am besten mit “Soll das Dein Ernst sein?!” übersetzen.

Übrigens: Nein, ich bekomme kein Geld dafür. Und der Beitrag hier ist auch bitte nicht als Werbung zu verstehen. Ich hab halt Spaß mit dem Ding. Mehr nicht.
Für Leute von Microsoft: Das Geld bitte, wie verabredet, an mein Schweizer Nummernkonto. Kennwort, wie immer, “Für sexuelle Gefälligkeiten”.

Knecht Ruprecht mit Flaschenöffner

J-dag ist immer der erste Freitag im November in Dänemark. Das ‘J’ steht für Julebryg, also Weihnachtsbräu. Tuborg bringt jedes Jahr ein Weihnachtsbier (Alkohol: 5,6% vol) auf den Markt. Das gibt es dann auch nur für einen begrenzenten Zeitraum. Weihnachten eben. Jetzt bin ich der denkbar falscheste darüber zu berichten, aber ich hab mir sagen lassen, dass es süßer sei.
Osterbier gibt es übrigens auch.

Am J-dag wird ab 20:59 Uhr das Weihnachtsbier dann verkauft. Und das wird natürlich ordentlich gefeiert, weil heiß erwartet. Diese Feier nennt sich auch Schneesturm (‘snestorm’) oder Schneefall (‘snefald’) und es ist wirklich sowas wie ein Feiertag. Der biertrinkende Teil Dänemarks (und das sind grob so viele wie im Deutschen Raum) freut sich auf diesen Moment. Kneipen und Restaurants bieten HappyHours und Sonderangebote.

So voll wie Gestern hab ich’s so früh noch nicht in der Stadt erlebt. Allerdings ist das nicht nur Tuborg zuzuschreiben. Auch die größte Marke im Niedrigpreissegment (ich glaube das sagt man zu Billigbier, oder?!) hat sich tüchtig reingehängt: Royal. Es gab außerdem einiges an Werbegeschenken. Nur die blaue Weihnachtsmannmütze von Tuborg haben wir nicht ergattern können. Dabei wollten wir die unbedingt. Mist.

Hier ein paar Eindrücke. Alles vor 23 Uhr aufgenommen übrigens…

Und weil ich gerade so schön in Stimmung bin, wünsche ich Euch allen eine schöne Weihnachtszeit. Auch, wenn erst Anfang November ist.

Knowledge… what is that?

You can’t really be involved with knowledge management without asking: What is knowledge? Well, knowledge is probably one of the oldest concepts of mankind. Ancient philosophers already tried to define it and built a whole theory (epistemology) around. I would like to point out a very nice description by Davenport & Pruzak in their book “Working Knowledge” [1]. This blog post however is my own explanation of knowledge.

Kampf unter dem Korb

Am vergangenen Samstag war Spieltag. Wir sollten in der heimischen Halle gegen eine Mannschaft antreten, von der ich bis heute noch nicht wirklich weiß, woher die eigentlich kam. Wird schon in der Gegend gewesen sein. Jedenfalls kam ich fünf Minuten zu spät. Kann ja nur noch besser werden. Dachte ich…

Mein Lieblingschilene und Mannschaftskollege kam sogar noch ein paar Minuten nach mir. Hatte die Termininformationen ja auch von mir. Damit waren wir dann jedenfalls zu siebt. Im Basketball gibt es fünf Feldspieler, es wird aber recht häufig durchgewechselt. Sieben Leute sind also eine gute Zahl.

Das Spiel war hart umkämpft, wir lagen die meiste Zeit knapp vor. Anfang des dritten Viertels schickt mich der Schiedsrichter plötzlich vom Platz. Ich habe gar nicht verstanden was der von mir wollte. Wie sich dann aber rausstellte, hatte ich Blut am Oberarm. Gut vorbereitet wie unsere Mannschaft immer ist, hatte niemand ein Pflaster dabei. Also hab ich meine Wunde vorsichtig mit einem Taschentuch abgetupft. Groß Schmerzen hatte ich eigentlich nicht, aber ich wollte meine Wunde ja nicht noch größer machen und bald wieder spielen.
Meine Selbstbehandlung hatte eine erschreckende Diagnose: Das war gar nicht mein Blut!

Während ich dann aber noch draußen darauf warte eingewechselt zu werden, fliegt der erste meiner Kollegen raus. Nach fünf Fouls muss man das Spielfeld verlassen. Fluchend wie ein Rohrspatz saß Steffen dann neben mir, während das Spiel ungefähr ausgeglichen war.
Dann komme ich wieder rein. Bekomme ein Foul gepfiffen (ich schwöre ich hab ihn nicht mal berührt!) und von der Bank höre ich dass das mein viertes war. Also: Aufpassen. Kurze Zeit später stürmt der Spielmacher unter den Korb, unser chilenischer Center steht davor, ich dahinter. Es schießt mir noch ein “Aufpassen!” durch den Kopf, weiche mehr aus als das ich hochspringe, doch da stößt der Blödmann schon aus reiner Ungeschicktheit mit der Fußspitze vor mein Schienbein.
Foul Nr. 7! Karsten: Platz nehmen.

Erst auf der Bank bemerke ich, dass der Typ für den ich rein gekommen bin das Feld nicht freiwillig verlassen hat, sondern auch schon fünf Fouls hatte. Auf dem Feld standen also nur noch vier von uns.
Aber nicht lange.

Die Endphase
Gegen Mitte des vierten Viertels begeht unser Center ein kluges taktisches Foul. Leider wusste er nicht, dass das auch sein fünftes sein sollte und schon bald waren der Spieler nur noch drei.
Wir lagen zu dem Zeitpunkt knapp zurück, auf dem Feld hatten wir noch einen Lithauer, der anscheinend mit 14 mal Weltmeister war, einen Bosnier, unser bester Mann, und einen jungen Dänen, dem sichtlich die Nerven versagten. Unsere Gegner waren natürlich noch vollzählig, aber das brauchte ich ja eigentlich nicht erwähnen.

Der Däne vergab drei einfachste Korbleger, der Lithauer brachte uns durch eine Reihe von Dreipunktewürfen dennoch wunderschön zurükc in Führung. Und dann, 24,6 Sekunden vor Schluß gingen seine Emotionen mit ihm durch. Der Schiri befand auf Aus, er war nicht der Meinung, beschwerte sich lauthals und trat den Ball durch die Halle. Das fand der Schiri tendenziell uncool, es gab ein technisches Foul, ein paar Freiwürfe für die anderen und der Kollege saß den Rest des Spiels neben mir.

Die verbleibenden beiden Spieler machten ihre Sache allerdings nicht schlecht. Zu zweit gegen fünf. Irgendwie ergatterten die anderen den Ball dann aber doch noch und versenkten ihn mit der Schlusssirene im Korb.
Endergebnis 83:84, wir haben mit einem Punkt verloren…

Einer der beiden Schiedsrichter war übrigens unser Trainer.