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Du bist was Du isst

In meinem ja inzwischen nicht mehr allzukurzem Leben habe ich mich nicht immer gut ernährt. Aber wohl selten so schlecht wie zur Zeit. Mein ganzer Fokus liegt auf meiner Abschlussarbeit. Dafür vernachlässige ich mich selbst leider bisschen. Schlimm ist, dass das auch noch relativ bewusst geschieht. Sehenden Auges, sozusagen.

An mindestens 5 Tagen die Woche esse ich Pizza oder Burger. Das ist nicht schön. Das schmeckt auch inzwischen nicht mehr toll. Das ist nur damit ich nicht vom Stuhl kippe.
Selbst kochen… vermutlich so ein Mal alle zwei Wochen. Das ist traurig. Trauriger ist, dass ich dann sogar fast immer das gleiche koche. Meine preisgekrönten Pasta in Tomatensoße. Trotzdem. Mein Mitbewohner lacht mich schon aus.

Allerdings gibt es auch zwei Lichtblicke bei mir: Zum einen hab ich jeden Tag ein richtiges Frühstück. Drei Brötchen. Wichtigste Mahlzeit des Tages, sagt der Volksmund nähmlich auch. Und zum anderen gibt es in der Stadt so eine Salatbar, bei der ich mich oft eindecke. In der Uni steht das Dressing. Zwei bis drei Mal die Woche gibt’s also auch Grünzeug.

Alles in allem ernähre ich mich aber natürlich katastrophal und einseitig und was es sonst noch schlimmes gibt. Auch wenn ich mir keine Gedanken über meine Figur oder sowas mache, so weiß ich doch, dass das unglaublich ungesund ist, was ich meinem Körper gerade antue. Mir fehlt leider gerade die Energie das zu ändern. Allerdings verspreche ich hiermit feierlich das zu ändern, sobald (bzw: falls) ich mal fertig bin!

Heute ist Blog Action Day. Ich nehme jedes Jahr teil: 2008, 2009 und 2010.

Fußballvideospielspezialausgabe

Ich glaube, dass ich ein oder zwei Mal hab durchblicken lassen, dass ich den hisigen Fußballverein unterstütze. Und ich glaube auch, dass ich meinen Eltern keine Schande mache, wenn ich gestehe, dass ich mich gelegentlich Videospielen hingebe.

Fußballspiele auf der Konsole liegen da nahe. Seit die Hulaboys die EM 1996 live mitgespielt haben, bin ich Anhänger der Fußballspielreihe von EA, die ihre Spiele einfach mit der Jahreszahl versieht und nach dem Weltverband benennt. Und dieses Jahr sollte es sogar eine FIFA12 AaB Club Edition geben! Unglaublich. Musste ich haben. Was auch immer das sein mag…

Es gab eine Fanabstimmung, wer auf’s Cover sollte. Gewonnen haben Jeppe Curth, Torschützenkönig in der Meistersaison 2007/2008 und Thomas Augustinussen der Spielmacher und kreative Kopf der Mannschaft. Die beiden ragen jetzt in mE nach wenig vorteilhaften Fotographien von meinem Spielestapel.

Das Spiel selbst ist die übliche Internationale Ausgabe, bei den Kommentaren kann ich zwischen Englisch, Spanisch und Schwedisch wählen. Die Deutschen Kommentatoren gehen mir bei diesen Spielen eh immer auf die Nerven, da passt das ganz gut. Besonders, wenn wir das mit einem Internationalen Kreis spielen. Gestern gab’s ein kleines Turnier, bei dem jeder seine Heimmannschaft gewählt hat: Benfica, Flamengo, Grêmio, PAOK, Pescara, PSG, São Paolo und natürlich Schalke.

In dem Spiel sind auch original Fangesänge zu hören. Und alle die letzte Woche mit beim Spiel gegen Hamburg waren freuen sich und feuern mich immer mit an. Gelernt ist gelernt.

Ab in den Süden

Mein chilenischer Busenkumpel hat seit dieser Woche einen neuen Arbeitgeber. Von der Uni zu einem Elektrogroßunternehmen. Sein Büro ist jetzt nicht mehr im Süden Aalborgs, sondern im Süden Dänemarks. Nämlich in Sønderborg.
Das liegt quasi auf der anderen Seite der Grenze von Flensburg und hat als Großbereich so viele Einwohner wie Herten. Ist aber, das muss ich neidlos anerkennen, wesentlich hübscher. Hat allerdings auch einen Hafen und Ostseestrand, das zieht immer.

Wir sind also Samstag mit fünf Leuten da runter. Der Umzug war relativ schnell gegessen. Wir konnten uns also voll auf die Einweihungsfeier konzentrieren. Inklusive grillen auf der riesen Dachterasse. Dann sind wir aus und wollten eigentlich auch gar nicht so lange bleiben…
Aber sowas funktioniert ja nie.

Wir sind dann inklusive Katerstimmung erst zum Mittag ins Auto gekommen. Wir hatten nämlich einen Ausflug nach Hamburg auf dem Programm. Schließlich spielte Schalke da am Nachmittag, und wenn wir schon mal so nahe dran sind…
Aus einer gemütlichen Tour durch die Stadt ist leider nur eine Dreiviertelstunde zwischen Jungfernstieg und Rathaus geworden, aber immerhin. Dann ab zum Stadion.

Hübsch ist’s, das darf ich als Semi-SanktPauli-Anhänger sagen. Als gute Gäste haben wir sogar artig bei der von den Ultras vorbereiteten Choreographie mitgemacht (Zettel hochhalten) und dem Masseur zum Geburtstag gratuliert. Außerdem hab ich’s geschafft einem Brasilianer, einem Chilenen, einem Griechen und einem Portugiesen ganze drei verschiedene Schalkelieder beizubringen. Da bin ich relativ stolz drauf. Und als die Blauen dann auch noch gewonnen haben… Hach, Auswärtssiege sind eine feine Sache.

Wir waren zwar erst mitten in der Nacht wieder zuhause, aber das ging schon okay.
Sowas nenn ich einen amtlichen Umzug. 🙂

Wahlen in Dänemark

Dänemark ist ja, ähnlich wie bei den Briten, eine Konstitutionelle Monarchie. Sprich: Es gibt einen König (oder wie hier eine Königin), zu sagen hat der (oder die) aber relativ wenig. Die Regierung wird demokratisch gewählt. Übrigens eine Regierung, keine Föderation wie etwa in Deutschland. Jedenfalls passiert genau das hier nächste Woche.

Da ich ja kein dänischer Staatsbürger bin, brauche/darf ich nicht mitwählen. Aber hier herrscht natürlich gerade erbittertster Wahlkampf, von dem Du selbst dann nicht verschont wirst, wenn Du die hiesigen Medien so wenig verfolgst wie ich. Mir als Ausländer scheinen da allerdings ein paar Dinge etwas merkwürdig, bin’s ja anders gewohnt. Hier mal ein Überblick:

  • Die noch stärkste Partei ist die Venstre. Das heißt “Links”, die Partei selbst steht aber relativ weit rechts.
  • Die, die in den derzeitigen Umfragen vorne liegen, wenn auch knapp, sind die Socialdemokraterne. Ich glaube das brauch ich nicht übersetzen. Die kürzen sich mit “A” ab.
  • Mit einem “B” abgekürzt werden die Radikale Venstre (also die radikalen Linken). Die sind politisch relativ zentral angesiedelt, mit zeitgemäßen Ideen und einem Fokus auf den Finanzsektor. Ein bisschen so wie die FDP gerne wäre.
  • Die Konservative Folkeparti (Konservative Volkspartei) kürzt sich mit einem “C” ab. Die sind jedenfalls grün. Also nicht politisch, sondern im Logo. Eine grüne Partei gibt es meines Wissens nach nicht.
  • Die Kandidatin der Socialistisk Folkeparti ist ziemlich niedlich.
  • Der Dansk Folkeparti (Dänische Volkspartei), die mit einem “O” abgekürzt wird, haben wir übrigens die Grenzkontrollen zu verdanken, von denen die verehrte Leserschaft sicher gehört hat. Die sind ziemlich weit Rechts. Und das mit offenem Visier. Ich würde die mit der DVU vergleichen. In einer aktuellen Umfrage liegen die bei 12.8%.

Spannende Sache solche Wahlen. Auch wenn ich zugeben muss nicht viel über Inhalte zu wissen. Ich bekomme hier und da mal Fragmente mit, aber wenn Du selbst nicht wählen darfst, ist die Luft irgendwie raus. Ich bin trotzdem gespannt wie’s ausgeht und hoffe auf einen Regierungswechsel. Das würde dann unter anderem A und B beinhalten. Klingt merkwürdig, aber ich glaube das wäre ein liberaler Mix, der diesem Land gut zu Gesicht stünde.
Wir werden sehen…

Geht Wählen!
Also, wenn ihr dürft… 🙂

Procrastination

Jeder Deutsche weiß, dass sie in Amerika auf ein “Fest” gehen und nicht auf eine Party. Auch, dass man in den Staaten “Gesundheit!” sagt, wenn jemand niest. Ausserdem ist allgemein bekannt, dass es im Englischen keine eigenen Begriffe für Zeitgeist, Doppelgänger oder Kindergarten existieren und darum die deutschen benutzt werden. Ein befreundeter Neuseeländer hat mir mal folgendes erzählt: Sprachforscher gehen davon aus, dass in einer Kultur immer dann ein Wort für irgendwas aufkommt, wenn dieses etwas einen Stellenwert von gewisser Höhe erreicht. Sprich, irgendwas ist wichtig, also geben wir dem Kind einen Namen. Er hat dann freundlich auf Schadenfreude verwiesen.

Wer als Deutscher ein Leben auf englisch führt, wie ich, kennt einige dieser Beispiele. Allerdings gibt’s das ganze natürlich auch andersrum. Ich meine jetzt gar nicht mal was spezielles wie Garage, Show, Macho oder Film. Und das lächerliche deutsche Wort für Mobiltelefon ignoriere ich sowieso. Nein, was ich meine sind Begriffe, die es auf deutsch einfach nicht gibt. Begriffe, die man auch nicht so leicht übersetzen kann. Und zwar hab ich da einen ganz bestimmten im Kopf: Procrastination.

Das schöne ist, dass jeder weiß, was Procrastination ist. Wir alle haben schon “procrastiniert”. Spätestens jeder, der sich noch an seine aktive Zeit in Schule oder Uni erinnern kann.

Was also ist Procrastination?
Nun, das Wort kommt aus dem Lateinischen, von pro (nach) und crastinus (Morgen). Auf Deutsch würde ich es vielleicht als Aufschieben bezeichnen, wobei es das nur mäßig trifft…

Procrastination ist, wenn ich für eine Prüfung büffeln muss, aber statt dessen die Fenster putze, und das obwohl ich eigentlich Fensterputzen hasse. Das kennen wir alle. Vielleicht mit anderen Beispielen, aber im Prinzip geht’s uns allen ab und an mal so.
Im deutschen gibt es ein Sprichwort, dass den Sinn ganz schön erklärt: Morgen, Morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Beziehen wir das auf diese Kulturen Theorie, von der ich geschrieben habe, heißt das also, dass Procrastinatoren im deutschen Sprachraum als Faul angesehen werden. Oder besser: Wurden.

Procrastination ist auch im Blog zu schreiben, statt an der Doktorarbeit. Darum mach ich jetzt Schluss. Wer mehr wissen will soll sich dieses und dieses Video ansehen (leider nur auf englisch) oder einen merkwürdig erzwungen geschriebenen Wikipedia Artikel (deutsch).

Der Amerikaner auf meiner Couch

Eric kommt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Genauer aus Tennessee. Da kommen auch die berühmtesten beiden anderen Amerikaner her: Elvis und Jack.
Die Gegend aus der er kommt hat anscheinend die höchste Kriminalitätsrate in den USA. Außerdem gibt es wohl auch viele schwarze Ghettos. Und genau dem geltenden Klischee folgend spricht er auch. Heftiger Akzent, der sich für mich immer stark nach GangsaRapper anhört. Eric war auch der erste, der mich jemals “Dog!” nannte. Er erzählt jede Menge Unsinn, meist in einer Qualität, die mit klassischem Schulenglisch nicht viel gemein hat, und das viel und laut. Finde ich super. Erstaunt sind trotzdem alle, wenn er erklärt, dass er Literatur studiert.

Im letzten Jahr war Eric ein Semester lang Austauschstudent hier in Aalborg und wir ein paar Mal gemeinsam feiern. Der ist wahnsinnig, es war ziemlich lustig. Letzten Monat erreichte mich seine Nachricht, ob er nicht ein paar Tage bei mir pennen könnte, er mache gerade eine Europarundreise. Inzwischen haust er seit fast zwei Wochen in unserem Wohnzimmer und wir haben verdammt viel Spaß. Nach einer Woche hat er sogar schon erfolgreich die Luftmatratze fertig aufgeblasen.

Nun gibt es ja diverse Stereotypen wenn es um Leute aus den USA geht. Eric erfüllt sie alle. Wenn er zu Hause ist, läuft er fast ausschließlich in Unterhosen rum (oder im Bademantel), guckt den ganzen Tag irgendwelche Fernsehserien und ernährt sich quasi ausschließlich von HotDogs.

Wir verwirren uns gegenseitig mit dem Metrischen System und dem Krempel, dem die Amis da folgen. Es gibt da etwa ein Maß für Flüssigkeiten, das Cup (also Tasse) heißt. Ein Cup misst allerdings fast einen halben Liter. Also kann man sagen, dass ein amerikanischer Cup gut zwei deutsche Tassen sind. Immer wieder heiße ich ihn in unseren Unterhaltungen also im Metrischen System willkommen.
Übrigens gibt es ganze drei Länder auf diesem wunderschönen Planeten, die nicht im Metrischen System leben: Liberia, Myanmar und die USA.

Nachtrag:
Alles falsch! Ein Amerikanischer Cup sind genau 235ml, also inetwa so viel wie hier auch. Bei der Zubereitung eines Tütengerichts sind wir wohl nur mit den Umrechnungstabellen durcheinander gekommen…

Experiment: Bart

In Italien hab ich mich zuletzt rasiert. Um mal mit der Tür ins Haus zu fallen. Teils Faulheit, teils Neugierde trieb mich zu dem Experiment: Bart. Ich glaube, so ziemlich alles was Bartwuchs hat, überlegt mindestens einmal in seinem Leben, wie ist das wohl, wenn alles mal eine Zeitlang spriesst…

Über einen 3-Tage-Bart bin ich eigentlich nie raus gekommen. Und dann gibt’s ja noch dieses Unterlippen Ding, dass ich seit einiger Zeit mit mir rumtrage. Aber jetzt, seit nun zwei Wochen probiere ich’s. Rasiere alle paar Tage den Hals frei (das sieht echt schäbig aus sonst) und hab mir sogar schon einen Trimmer gekauft. Am Kinn wächst’s nämlich stärker als sonst. Jeden Tag überlege ich, ob ich’s Morgen alles abrasiere oder doch bis Karneval (28. Mai) lasse. So richtig begeistert bin ich nicht, aber ich bin ja Forscher und gehe dem auf dem Grund.

Bärte sind Arsch, hab ich immer gedacht. Aber mir ist aufgefallen, dass sie in letzter Zeit irgendwie wieder Hip sind. Alle möglichen Stilikonen sind gelegentlich mit Bart unterwegs. Zu meiner Überraschung ist das Feedback meistens auch gar nicht schlecht. Teilweise sogar extrem positiv. Negativ ist eher eine Ausnahme. Ich habe gerade dann auch mal eine Umfrage gestartet (hier, falls Du bei Facebook bist).
Wenn schon, dann auch richtig. 🙂

Ich find’s witzig die Leute danach zu fragen. Es sprechen mich aber auch viele an. Im Moment ist’s witzig. Irgendwann geht’s mir sicher auf die Nerven, dann ist der Bart auch schnell wieder ab. Dafür kratzt das zu sehr. Was außerdem noch negativ auffällt, ist, dass ich am Kinn ein paar weiße Haare habe. Und ich seh knappe 10 Jahre älter aus. Aber irgendwas ist ja immer…

The Wiki Way

Ward Cunningham was searching for a new way of collaboration while he was cooperating on the Design Patters book by the Gang of Four. He came up with a very simple web application for collaboration. Legend has it that Cunningham attended a conference in Honolulu while he was working on his system. And when the shuttle bus at the airport arrived, he had a name for it. The bus transfer is called “wiki wiki”, after the Hawaiian word for very quick.
That’s how he called his system: The wiki wiki web.

Jovanotti, am Nabel der Welt

Anfang der 90er Jahre haben wir Kabelfernsehen bekommen. Wann immer möglich, habe ich dann MTV angemacht. Man muss sich das mal vorstellen, damals lief auf MTV noch größtenteils Musik! Es war in einer Zeit vor Viva, in der wir Europäer aber immerhin unseren eigenen Kanal bekommen haben: MTV Europe. In die stark Britisch orientierte Musikauswahl haben sich immer mal wieder das ein oder andere Lied aus dem Sendebereich auf dem Festland verirrt. So hab ich etwa die Héroes del Silencio aus Spanien oder Die Fantastischen Vier aus Deutschland zum ersten Mal gehört. Aber sowas war eher die Ausnahme, das meiste war Britisch oder Amerikanisch.

Ein weiterer Künstler, den ich damals kennengelernt habe, ist ein Italienischer Rapper: Jovanotti. Die beiden Lieder „Serenata Rap“ und „L’Ombelico Del Mondo“ haben sich in mein Hirn gebrannt. Damals war ich sofort Fan.
Viele Jahre später komme ich nach Dänemark, treffe viele Italiener und als wir uns mal über Musik unterhielten, konnte ich sogar immer noch die eine Zeile zitieren: Affacciati alla finestra amore mio!
Direkt haben wir verabredet, dass sobald er wieder auf Tour kommt, gehen wir da hin. Nun, das war letztes Wochenende. Und wir in Mantova, zwei Stunden von Mailand entfernt Richtung Nordosten.

Jovanotti hat anscheinend eine lange Karriere hingelegt, mit einigen parallelen zu den Fantas in Deutschland. Sogar der Tanzstil ist dem von Smudo nicht unähnlich. Auch die Musik ist deutlich elektronischer geworden und manchmal singt er mehr als das er rappt.
Aber das hab ich eigentlich erst während des Konzerts rausgefunden. Zu Beginn kannte ich genau vier Stücke, wovon er zwei nichtmal gespielt hat. Und drei, die wir auf dem Weg in die Halle gehört haben, die CD haben wir erst kurz zuvor gekauft. “Ora”, ziemlich cool, wie ich finde. Größter Hit: “Tutto L’Amore Che Ho”. Dass ich vermutlich der einzige in der Halle war, der kein Italienisch sprach, versteht sich von selbst. Und trotzdem war das Konzert der Knaller.

Musik von Jovanotti hier zu verlinken ist aus vielerlei Gründen gar nicht so einfach. Darum verweise ich mal auf seinen YouTube Kanal und die offizielle Seite. Hoffentlich funktioniert irgendwas.

Natürlich sind wir aber nicht nur kurz zum Konzert und zurück. Wir haben eine Mini-3-Tage-Tour und gut 800km in einem Panda hingelegt, waren in Ispra, Bologna und Mantova. Haben ein paar Freunde endlich mal wieder getroffen, gut gegessen und die Sonne ein bisschen genossen. Das ganze Wochenende war grandios.

Die Fotos von dem ganzen Trip gibt’s hier. Und noch ein kurzes Video, wie gut ich im Stein auf einen anderen Stein werfen bin…

Einmal Europa und zurück

Das Projekt in dessen Rahmen ich meine Doktorarbeit (immer noch) schreibe (nämlich: KiWi) ist seit dem 1. März vorbei. Und weil die Europäische Union unsere Arbeit ja finanziert (also: hat), möchte sie auch gern sehen, wo das ganze Geld denn wohl bleibt (also: geblieben ist). So wird sichergestellt, dass Forscher nicht einfach nur abkassieren. Das Ganze ist sogar recht streng geregelt.

Nun, da das Projekt vorbei ist, mussten wir die Endresultate vor einem Ausschuß präsentieren. Also haben sich eine Auswahl an Vertretern unserer Truppe in Luxemburg eingefunden, inklusive mir. Wir haben präsentiert was wir so gemacht haben und warum. Wichtig war den Leuten der EU aber, dass auch nach Abschluß des Projektes nicht einfach alles stehen und liegen gelassen wird. Nachhaltigkeit ist hier das Zauberwort.

Obwohl der finale offizielle Bericht noch aussteht, scheint das Projekt auch soweit recht erfolgreich gewesen zu sein.

Witzig war übrigens, dass diese Veranstaltung ja in einem Gebäude in Luxemburg war. Am Eingang mussten wir Ausweis vorzeigen und haben dann eine schicke Gästekarte bekommen. Damit haben wir dann offiziell Luxemburg verlassen. Ähnlich wie in einer Botschaft standen wir dann also auf Grund und Boden der Europäischen Union. Europa. Pur. Reines Euroland. Total verrückt!