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Das Mädchen aus der 301

Als ich Anfang 2005 meinen Job in Düsseldorf angetreten habe, bin ich die ersten zwei Monate von Gelsenkirchen-Buer aus gependelt. Also erst mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof und dann mit dem Zug weiter. Ich bin meist noch vor 7 Uhr aus dem Haus und habe schnell gemerkt, dass da mit mir ein Mädchen immer die gleiche Straßenbahn nimmt. Die Linie 301. Scheißfrüh. Irgendwann sind wir ins Gespräch gekommen.

Das Mädchen aus der 301 war sehr witzig und ging aufs Gymnasium am anderen Ende der Stadt. Sie war sehr sprachgewandt und zappelig, wir verbrachten unsere gemeinsame Zeit in der Straßenbahn ziemlich unterhaltsam. Und auch als ich an den Rhein gezogen bin, blieben wir zunächst noch in Kontakt, der aber bald einschlief. Wir trafen uns gelegentlich auf Partys, zuletzt beim Public Viewing zur WM im eigenen Land.

Erst kürzlich habe ich dann durch Facebook wieder von ihr gehört. Letzte Woche haben wir sogar ein bisschen gesprochen und rumgewitzelt, dass sie mir Niederländisch beibringt und wir eine WG in Amsterdam gründen.

Am Samstag wollte sie zur Love Parade, hatte sich schon lange drauf gefreut. Zurück kam sie nicht…

Published inDeutschTagebuch

3 Comments

  1. Charmaine

    🙁

  2. Oh nein, wie schrecklich traurig.
    Es ist immer schon eine Sache, wenn so etwas passiert, es ist immer noch was anderes, wenn so eine Katastrophe ein Gesicht bekommt.
    Tut mir leid.

    🙁

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